
Eine im Tank untergebrachte Hochdruckpumpe sichert mit einem konstanten Druck von 11 Bar die Bereitstellung von Gas in der Flüssigphase vor den Einspritzventilen. Dieser Druck ist notwendig, um ein Verdampfen des Gases zu verhindern, da es ansonsten an im Motorraum heißgewordenen Leitungsteilen zur Blasenbildung kommen könnte. Dies würde beim Einspritzvorgang zu einem Druckverlust führen.
Um dies zu vermeiden, muß ein ausreichend hohes Druckniveau vorliegen.
In der Rückströmleitung befindet sich deswegen ein Druckregler, der
den Druck immer mindestens 5 bar über dem aktuellen Tankdruck (8 bar bei
25 °C) hält.
Die patentierten LPi-Einspritzdüsen, die ein Vereisen unmöglich machen,
sitzen direkt vor den Einlaßventilen, wo das Flüssiggas während
des Einlaßtaktes sequentiell bei jedem einzelnen Zylinder, unabhängig
voneinander, eingespritzt wird. Der flüssige Kraftstoff verdampft bei der
Einspritzung und kühlt die angesaugte Luft ab. Durch die Abkühlung
werden eine höhere Dichte und Füllungsgrad im Zylinder erzielt. Die
wesentlich bessere Füllung der Brennkammer ergibt eine erhöhte Leistungsfähigkeit
des Motors.
Da die Regelung des LPi-Systems auf dem "Master-Slave-System" basiert,
also lediglich die Kennfelder des originalen Benzin-Steuergerät auf das
Gas-Steuergerät adaptiert, bleiben alle ursprünglichen Eigenschaften
des Autos erhalten.
Die Einspritzsignale kommen weiterhin vom Benzin-Steuergerät, gehen als Input ins LPG-Steuergerät und werden weiter an die Düsen geleitet. Die Ansteuerung über das Benzin-Steuergerät ist möglich, da die LPG- und die Benzin-Einspritzdüsen ähnliche Charakteristika aufweisen.
Das Lambdasonden-Signal wird nur an das Benzin-Steuergerät geleitet. Das
bedeutet, daß dieses die Grunddaten und meisten Berechnungen vorgibt.
Für das LPG-Steuergerät bleibt der Druck des Flüssiggases der
wichtigste Parameter. Das System ist ausgelegt für Umgebungstemperaturen
von -25 °C bis + 70 °C. Ein beheizter Verdampfer ist deswegen überflüssig.
Das LPi-System arbeitet also wie ein modernes Benzin-Einspritzsystem und kann
in allen Einspritzmotoren, auch in Lean-burn-Motoren, Turbomotoren und in einigen
Magermix-Motoren eingesetzt werden. Erste Tests mit Direkteinspritzsystemen
"FSI Motoren" stehen vor dem Abschluss.
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